Terrariensteuerung und Klimasteuerung mit dem PC



Bevor wir ins Detail gehen, sollten wir uns überlegen, was beim Einsatz von Technik, speziell elektrischen Geräten, in Terrarium, Insektarium oder auch Inkubator zu beachten ist:

  1. Leitungen
  2. Wasser fliesst immer nach unten! Also sollten alle Leitungen reichlich oberhalb der Becken verlegt werden und auch gegen Feuchte geschützt sein. Beim Verwenden von Kabelkanälen ist darauf zu achten, das auch kleine Reptileien oder Insekten nicht in sie hinein gelangen können. Speziel frisch geschlüpfte Echsen sind nicht nur klein, sondern sie suchen gerade in diesem Bereich nach Schutz.

  3. Anschlüsse
  4. Grundsätzlich kommen keine Lüsterklemmen in Frage. Nicht nur weil sie nicht gegen Feuchte geschützt sind, sondern auch die Gefahr von anderen Kontakten in sich bergen. Daher sollte man immer abgesicherte Steckdosen, evtl. auch Feuchtraumdosen verwenden.
    Für die Lampen empfehlen sich nur Keramikfassungen, da sie gegen alle ausseren Einflüsse, auch Hitzebildung, absolut resistent sind.

  5. Standort der Geräte
  6. Natürlich sind UVB-, HQI-Lampen und andere Leuchtmittel immer entweder oberhalb oder im Becken angebracht. Wobei wir immer dafüpr plädieren, diese oberhalb der Gazeabdeckung anzubringen, da sonst für die Tiere die Gefahr der Kontaktverbrennung besteht.
    Nebler sollten, ebenso wie die Leitungen, immer oberhalb der Becken, oder wenigstens auf gleicher Höhe wie die Abdeckungen positioniert sein. Feuchte (schwere) Luft, also der Nebel, fliesst eben auch nach unten.
    Ventilatoren zur Lüftung oder Kühlung finden sich immer im rückwertigen Teil des Lichtkastens. Auch sie sollten für die Bewohner nicht zugänglich sein. Daher werden sie entweder mit Gaze oder Lochblechen in beide Richtungen abgedeckt.
    Pumpen, gerade 220V Pumpen, sollten grundsätzlich nur aus dem Fachhandel kommen, da diese immer feuchteresistent sind. Daher können sie getrost unter den Becken angebracht werden.
    Gleiches gilt für die Pumpen der Beregnung.

  7. Absicherung
  8. Alle Zuleitungen sollten sich seperat abschalten lassen, ebenso empfiehlt sich ein zentraler Schalter für alle Leitungen (Geräte).

  9. Kennzeichnung
  10. Wir alle kennen das: Irgend ein Gerät, eine Lampe, muss ausgetauscht werden. Wer die Leitungen oder zumindest die Stecker nicht gekennzeichnet hat, dem bleibt nur das Modell "Versuch und Irrtum". Und auch wenn es zeitaufwendig ist, wer seine Leitungen und Anschlüsse von Anfang an gekennzeichnet hat, der ist spätestens jetzt im Vorteil. Ein Plan (Skizze) der Verlegung rundet die Installation ab.

  11. PC - Welcher Rechner?
  12. Es muss nicht das neueste Modell sein. Aber er sollte auch nicht "Preprozessor" sein. 850 MHz, 512 KB an Speicher, das reicht schon um mit TerraXControl bis zu 70 Geräte unter Verwendung von 25 Sensoren zu steuern.
    Und auch für ihn gilt, bitte nicht unter den Becken plazieren, sondern wenigstens auf deren Höhe.


PC-Steuerung des Klimas



Damit ein Programm, in diesem Fall TerraXControl, das die Steuerung des Klimas in Terrarien, Insektarien oder in der Inkubation übernehmen kann, muss es über Sensoren die aktuellen Werte einlesen. Die Platzierung dieser Sensoren, sowohl der Temperatur- als auch der Feuchtesensoren, muss mit bedacht geschehen. Sind sie zu exponiert, bilden sie extreme Werte ab, die nicht zur Steuerung geeignet sind. Sie sollten also nicht unmittelbar unter der Decke angebracht sein oder der direkten Einstahlung eines Spot ausgesetzt werden.
Feuchtesensoren sollten nicht der Beregnung ausgesetzt sein. Auch die beste Kapselung schützt sie nicht vor der kompletten Flutung!

Die Basis für die sensitive Steuerung ist, neben den Sensoren, ein Klimamodel in Verbindung mit der Lokation des Habitats. Das Klimamodel beinhaltet die täglichen Eckdaten, wie Tages- und Nachttemparatur, Luftfeuchte, Niederschlagswerte etc.. Längen- und Breitengradangabe ermöglichen es dem Klimasteuerungsprogramm Sonnen- und Mondauf- und Untergangszeiten zu berechen und zu verwenden. Damit werden die Tag/Nachtzyklen im jahreszeitlichen Ablauf simuliert, die sogenannte "astronomische;" Steuerung.
Die Einbindung der Niederschlagsdaten bestimmt, neben der Temperatur und Luftfeuchte, ganz wesentlich das Terrarienklima. Im Inkubator findet es natürlich keinen Einsatz. Aber die Abbildung von Niederschlägen, nicht nur über das Jahr, sondern auch im täglichen Ablauf, muss an den natürlichen Gegebenheiten ausgerichtet sein. In dem einen Habitat regnet es morgens, ein anderes hat zenitalen Niederschlag und im Tropenbecken gibt es Abends kurze und intensive Schauer. Die unregelmässige Verteilung der Niederschläge im Laufe verschiedener Perioden, setzt eine sehr defizile Einstellung des Klimaprogramms vorraus, und kann nur von Hand eingerichtet werden. TerraXControl bietet daher die Möglichkeit sogenannte "Zufallsschalter" zu setzten.
Um ein Klima real erscheinen zu lassen, sollte die Software auch über die Möglichkeit des Einsatzes von Effekten verfügen, die in Abhängigkeit zu klimatischen Gegebenheiten und Geräteeinsatz stehen. Zu diesen Gegebenheiten zählt zum Beispiel die Wolkenbildung vor dem Niederschlag, sprich dem Einschalten der Beregnung. Um dies zu simulieren brauch man keine "echten" Wolken, es reicht die Beleuchtung in ihrer Intensität anzupassen. TerraXControl erlaubt es mittels solcher Effekte auch unregelmässige Bewölkung zu simulieren. Und dies hat nicht nur in Terrarien seinen Reiz, sondern zeigt auch im Aquarium interessante Lichteffekte. Dabei hält die Zufallsschaltung, die immer auf einem festgelegtem Zeitfenster basiert, auch für den Betrachte immer wieder neue Anblicke bereit.
Egal wie man es dreht oder wendet, der Einsatz einer Klimasteuerung lohnt sich in jedem Fall, auch wenn er auf den ersten Blick als zu aufwendig erscheint. Letztendlich bietet er nur Vorteile.


Lesen Sie mehr zum Thema unter:
Übersicht
Was heisst Klimaautomation
Der Kern der Terrarium Steuerung
Ausführungen zu Wettersimulation



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Wenn man etwas erreichen will, muss man auch etwas einsetzten.
Und hat man den richtigen Ansatz, zahlt sich der Einsatz hundertfach aus!

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