Terrariumbau - Terrarienbau - Terrarienanlagen



Nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein gewisses Wissen über die Tiere die man in den/dem Becken halten möchte, das man baut, ist erforderlich. Ob nun ein einzelnes Terrarium oder eine ganze Terrarienanlage, ob ein kleines Becken oder ein Zimmerterrarium, immer geben die zukünftigen Bewohner das Grundgerüst für den Bauplan von. Hier nun einige rudimentär Eckpunkte:

  1. Beleuchtung
  2. Für die Beleuchtung stehen eine ganze Reihe von Geräten zur Verfügung. Angefangen von Leuchtstoffröhren, mit oder ohne UV-Anteil, über Strahler und Spots, bis hin zu HQI-Lampen. Grundsätzlich ist für die Auswahl oder Zusammenstellung der Licht, UV- und Wärmebedarft der Tiere ausschlaggebend. Hier gibt es keine Faustregel. Nur sollte auch ein kleines Terrarium über ein "Sonnen- und Schattenseite" verfügen. Damit gibt man den Tieren die Möglichkeit sich in dem einen Bereich aufzuwärmen und im "Schatten" Schutz zu suchen. Selbst in einem Wüstenterrarium brauchen die Bewohner einen solchen Bereich.
    Bedenken muss man auch, das die Leuchtmittel verschiedene Einschaltformen haben. Neonröhren pflegen beim Einschalten ein wenig zu flackern, Spots und Halogenlampen entfalten sofort ihre ganz Leuchtkraft, wärend HQI-Lampen bis zu 15 Minuten brauchen, bis sie ihre volle Intensität erreicht haben. Auch in der Steuerung gibt es grosse Unterschiede. HQI-Lampen brauche ein Vorschaltgerät und lassen sich, wie auch Neonröhren, nicht dimmen. Niedervolt Halogenlampen (12V) haben auch ein Vorschaltgerät, den Transformator. Unter ihnen gibt es starke Varianzen. Nach unseren Erfahrungen sind Transformatoren der Frima Eagle Rise am zuverlässigsten und lassen sich bis auf ein minimul (5% Leistung) herunter dimmen. Hochvolt Halaogenlampen (220V) benötigen kein Vorschaltgerät, sind aber, in Abhängigkeit von ihrer Ausführung, nur bedingt dimmbar.
    Da das Wort "dimmbar" ja nun einige Male gefallen ist, ein kurze Ausführung bezüglich des Warum und Wieso. Alle Tiere, auch Reptilien, erschrecken wenn die Beleuchtung abrupt und in vollem Umfang eingeschaltet wird. TerraXControl ermöglicht es, Geräte, in diesem Fall die Lichtquelle, langsam hoch zu dimmen. Das hat nicht nur den Vorteil, das die Tiere nicht erschrecken, sondern räumt dem Betreiber auch die Möglichkeit ein, über die Beleuchtung gewisse Effekte ablaufen zu lassen. Z.B. Morgen- und Abenddämmerung, Bewölkung, Mondlicht.
    Als Abschluss zum Thema Beleuchtung noch etwas in Bezug auf eine sich gerade im Bereich der Terraristik etablierende Beleuchtungstechnik: LED. Klein, sehr effizient, minimaler Stromverbrauch. Nur einen Nachteil hat diese Technik, sie entwickelt keine Wärme. Also muss zusätzlich für verträgliche Wärmeabstrahler gesorgt werden.

  3. Wärmequellen
  4. Um Wärme in das neu zu erstellende Becken zu bringen, bietet die Terrarientechnik eine grosse Palette an Geräten an. Das gängigste sind Kabelheizungen. Sie haben den Vorteil, das sie in jedem Bereich des Beckens velegt werden können; nicht nur im Substrat. Wir habe ausserordentlich gute Erfahrungen gemacht, was die Verlegung in Rück- und Seitenwänden angeht, so man diese selbst erstellt und gestaltet. Plattenheizungen können sowohl im Bodengrund als auch unter dem Becken installiert werden. Man sollte jedoch darauf achten, das es auch nicht beheizte Bereich im Becken geben sollte. Erdchamälions z.B. brauchen garkeine Bodenheizung und reagieren sehr empfindlich auf ihren Einsatz. Heizsteine sind eine weitere Möglichkeit den Tieren einen Platz zu aufheizen zu geben.
    In Punkto Wärmequellen gilt es aber diese zum einen nicht rund um die Uhr zu betreiben, sondern den Tieren die Möglichkeit einer natürlichen Wärmeversorgung zu bieten. Und das ist nunmal das Sonnenbad.

  5. Beregnung
  6. Regelmäßige Niederschläge versorgen im Becken nicht nur die Pflanzen mit Wasser, auch die Terrarienbewohner nutzen ihn um zu trinken oder sogar zu baden. Auch hier bietet der Handel ein grosses Angebot. Dabei ist nicht nur auf den Typ der Düsen, sondern auch auf die Pumpenleistung und die grösse des Wassertanks zu achten. Aber Achtung! Das in das Becken über die Beregnung eingebrachte Wasser muss auch irgendwo bleiben. Gut, ein Teil verdunstet, ein anderer wird von den Pflanzen aufgenommen. Und der Rest? Tja, der muss irgendwie wieder aus den Becken heraus. Daher sollte jedes Terrarium und auch ein Insektarium über einen entsprechenden Abfluss im Boden verfügen. Die Schwerkraft befördert es dann aus dem Becken. Wer es richtig gut machen will, führt es über ein Filtersystem in den Kreislauf zurück.
    Und auch bei der Beregnung gilt: Die Häufigkeit und Menge gibt das natürliche Habitat der Bewohner vor. Düsen sollten so angebracht sein, das sie nicht bis in den letzten Winkel sprühen. Auch muss man darauf achten, das sie nicht auf die Belüftung zielen. Problematisch ist dabei nicht nur das fordere Belüftungsgitter, vor dem es sonst zu unangenehmen Überschwemmungen kommen kann, sondern auch die obere Belüftung. Denn dort befindet sich ja auch die Beleuchtung. Für gewöhnlich bringt man daher die Düsen im forderen Beckenbereich an und lässt sie im 55 ° Winkel nach innen zeigen. So erreicht sie weite Teile des Beckens, aber eben nicht alle und schon garnicht empfindliche.
    Auch auf diesem Sektor haben wir viele Jahre herumexperimentiert. Gardena Düsen sind kostengünstig und verhältnismässig robust. Wer was richtig gutes haben will, der kommt an dem System von E.N.T. nicht vorbei (Siehe Linkliste). Alles sollte so aufgebaut sein, das es sich leicht warten und austauschen lässt.

  7. Nebler
  8. Auch hier: Das Angebot ist gross! Nur sollte man von Geräten absehen, die direkt im Becken installiert werden. Da sie den Nebel über Ultraschall erzeugen, entsteht auch Wärme, sogar Hitze. Die Bewohner des schönen neuen Beckens könnten erheblichen Schaden nehmen, sogar zutode kommen. Aulso ist die erste Wahl ein externer Nebler. Auch hier muss man, wie bei der Beregnung, auf die Grösse des Wassertanks achten. Und noch etwas: Keines der handelsüblichen Geräte ist für den Dauereinsatz gedacht! Man sollte Nebler immer nur kurzzeitig laufen lassen. Der Betrieb an einer Zeitschaltuhr ist das mindeste. TerraXControl bietet Ihnen auch die Möglichkeit einen Nebler sowohl sensorisch (über Feuchtesensor) als auch mit festen oder dynamischen Zeiten (z.B. Morgen- und/oder Abenddämmerung) zu schalten.

  9. Interieur - Ausstattung
  10. Hier geht's nun wirklich nur noch nach dem natürlichen Habitat unserer Pfleglinge. Ob nun Kork- oder Felsenrückwand, Äste, Baumstümpfe, Bambus oder grosse Steine, man kommt nicht um Fachlitaratur oder Expertenwissen herum. Aber einige Grundsätze gibt es auch hier:
    I. Versteck- und Ruheplätze müssen vorhanden sein.
    II. Keine schädlichen Materialien verwenden!
    III. Selbst gesammtes Naturmaterial muss vorbehandelt werden!

    Im Detail:
    Sorgen Sie dafür, das nicht einsehbare Bereiche vorhanden sind, die aber ohne Aufwand erreichbar sein müssen (z.B. Schiefernplatte als Abdeckung des Verstecks anheben, oder Bambushöhle mit einem abnehmbaren Deckel versehen).
    Keine Stoffe (speziell Kunststoffe und Farben) verwenden, die in irgend einer Weise ausgasen. Fast alle Kunststoffe enthalten Weichmacher und die sind allesamt giftig. Wer dennoch auf Kunststoff nicht verzichten kann, der sollte auf dentale Kunststoffe zurück greifen; sie sind als einzige völlig unbedenklich. Bei Farben sollte man auf das Fachangebot der Terraristik zurückgreifen. Für Rückwände verwenden wir beispielsweise Gips oder Zement vermengt mit Sand oder Kies und für die Farbgebung Fugenmörtel aus dem Baumarkt. Alles aufgebracht auf eine vorher überarbeitete Styroporplatte(n). Wenn man möchte lässt sich dort auch die Kabelheizung unterbringen. Dazu verlegt man Leerrohr (Baumarkt Elekroabteilung) in der gewünschten Form auf der/den Styroporplatte(n) und deck diese dann mit der eben beschriebenen Mischung ab.
    Äste, Blätter, was auch immer Sie selbst in der Natur gesammelt haben um es in Ihrem neuen Becken zu verwenden, alles sollte einer Hitzebehandlung unterzogen werden. Sonst droht unter anderem der Befall mit Parasiten oder Pilzen!

  11. Bodengrund - Bepflanzung
  12. Egal ob Sand, Kies, Koksspäne oder Subtrat, es wird verwendet was die Tiere brauchen oder gar verlangen. Nur bitte keine Blumenerde. Sie enthält neben Parasiten auch Dünger und der gehört nicht ins Terrarium! Zu Unterst gehört in jedem Fall, ausser im reinen Wüsatenbecken, eine 3 - 5 cm hohe Lage Tongranulat, um den richtigen Abfluss des überschüssigen Wssers zu gewährleisten. Über diese Schicht verlegen wir meist dann eine Lage Fliess, um das durchsickern des Substates in das Granulat zu verhindern. Die Stärke der oberen Schicht richtet sich sowohl danach, ob die Bewohner dort eventuell ihre Eier ablegen wollen, als auch nach der Grösse des Beckens und der Art der Bepflanzung. Die Wahl der richtigen Pfanzen ist eine Wissenschaft für sich. Dabei ist es recht schwierig sich an den Pflanzen im Bereich des natürlichen Verbreitungsgebietes der Tiere zu orientieren. Faustregeln: Die verwendeten Pflanzen sollten denen im Biatop der Tiere ähnlich sein. Die verwendeten Pflanzen sollten das Terrarienklima vertragen. Die verwendeten Pflanzen sollten nicht zu schnellwüchsig sein, oder wenigstens ein regelmässiges Stutzen vertragen.



Terrarium - Terrarienbau - Insektarium



Resümmieren wir das bis hier gehörte:
Der Terrarienbau, der Insektarienbau oder gar der Bau kompletter Terrarienanlagen will gut durchdacht und geplant sein.

Die Vorgaben und Richtschnüre kommen aus der Natur.

Alles will und muss gut vorbereitet sein. Man benötigt nicht nur das dementsprechende Werkzeug und Material, sondern auch eine nicht zu unterschätzende Portion Fachwissen.

Jeder hat mal klein angefangen. Auch wir. Ein paar alte Scheiben, eine Tube Silikon. Man zahlte Lehrgeld, man lernte dazu. Und wenn man über eine Grundlektion spricht, so sind wir der Überzeugung, das man im Regelfall am besten jemanden fragt, der auf diesem Sektor über ein gutes Mass an Erfahrung verfügt. Dabei sollte man nur bedingt auf das Internet zurück greifen. Praktische Hilfe gibt es nur in der Realität, im Internet nur mit erheblichen Einschräkungen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Vereinen oder auf Börsen nach.


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Gute Planung ersetzt nicht den Bau.
Aber sie stellt ihn fertig!

Ihre Loeffler Services Ltd.